Künstler: | Florian Köll | |||
A-9971 Matrei
in Osttirol - Amoserstraße 3 Tel. 0043/4875/6960-17 | ||||
Kunstobjekte | ||||
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WOLFGANG ELLER
Der Künstler malt die Tiroler Landschaft, ihre Berge, Täler, Bauernhöfe und Hütten, ihre Blumen, Gärten, Parks und vieles andere in einem ihm eigenen unmittelbaren Stil. In harmonischen, aber zugleich spannenden Kompositionen drückt er aus was er sieht und was er empfindet. Dies bedeutet einen Realismus, der sowohl frei von Sentimentalem wie von gezwungener, oft handwerkliches Nichtkönnen mit Meisterschaft verwechselnder „Moderne“ ist. Neben der bewussten Themenwahl beeindruckt sein Sinn für koloristische Effekte und Harmonie. Die Farben wechseln zwischen ruhigen Erdtönen und bewusst komponierter Farbigkeit vielgestaltiger Blumen und Gegenstände. Die Sehweise von Florian Köll ist eigenständig, er lehnt sich nicht bewusst an eine Stilrichtung an. Sein Stil kann als spätimpressionistisch bezeichnet werden, einige seiner Gemälde sind von Qualität und Malweise mit Balwé vergleichbar. Insbesonders seine Tiroler, italienischen und französischen Landschaftsmotive spiegeln die momentane Stimmung, die Jahreszeit und Wetterlage wieder, neben dieser Naturbezogenheit sind sie jedoch erstaunlich zeitlos. Sowohl seine manchmal experimentierende, als auch seine vorherrschende Malweise einer ausgewogenen natürlichen Form lässt keine Zeitmode oder Zeitrichtung erkennen, eine Tatsache die entgegen mancher Ansicht in der Literatur für malerische Qualität spricht. Kunst sollte sich überwiegend aus Qualität und persönlicher Ausdruckskraft und nicht aus dem Zeitbezug definieren. Florian Köll zeigt frei, aber verständlich die Strukturen der von den Menschen geschaffenen Bauten und der von ihnen erbauten Städte und Siedlungen auf. Dabei sucht er das Schöne und meidet die verbreitete bewusste oder meist unbewusste Hässlichkeit. Bauten, ob ein aus Stämmen gefertigter Speicher oder ein historisches Schloss, ein bürgerliches Stadthaus oder der verlassene Hof eines Bergbauern sind in der Landschaft gemalt, so wie sie entstanden und hoffentlich verbleiben. Er schmückt aber seine Bilder nicht mit Vordergründigem, seine Venedigbilder enthalten nichts Touristisches, sind reine Impression. Auch seine Gefäße und Flaschen sind reine Farbwerte und dynamisch im Umriss. Kunstgewerblichkeit in gewollter Form liegt dem Künstler fern. Wege in den Bergen bedeuten für den Menschen gangbare Natur. Diese lebt von Farben und Stimmungen, auch von Kontrasten, die aber nie ein künstliches spektakuläres Element mit bewusster Übertreibung oder gar Provokation beinhalten. Diese Bilder zeigen „Gewachsenes“ so wie der Künstler in seiner Region und seiner Natur gewachsen ist. Das Licht legt die Bilder offen, allerdings
mit dem dem Künstler eigenen Humanismus und Vertrauen in das
Leben, nicht mit Säure und Skalpell. Die gekonnte Komposition bleibt oft zunächst
unsichtbar, nicht sie soll wirken sondern das Dargestellte. Bäume,
Laub und Blätter kommen in allen Schattierungen und jahreszeitlichen
Erscheinungsformen vor. Flüsse verbinden eher als sie teilen, sie strukturieren, sollen aber weder beeindrucken noch abschrecken. Auch Bergseen sowie Teiche und Weiher in Parks sind nicht idyllisch sondern arkadisch aufgefasst. Brücken verbinden, gliedern und zeigen noch ihre ursprüngliche wichtige Bedeutung. Toskanische Landschaften wirken aus sich heraus, erscheinen zeitlos unkommentiert. Wiesen voller Blumen, Felder mit Sonnenblumen, große bunte, dezent zusammengestellte, oder monochrome Blumensträuße locken mit Nektar. Es sind keine stilisierten Blumen, es sind Blumen der Natur, voller Duft und Farbigkeit. Sie vertragen sich mit alten Möbeln und alten Meistern, sie sind frisch und erfrischend, aber wachsen nicht auf künstlichem, sondern natürlichem Boden. Sie sind Kinder des Frühjahrs und des Sommers, weisen aber schon Generationen als Vorläufer auf. Die herbstlichen Motive der Bäume und Wiesen sind in der Natur erfasst, der Jahreszeit entsprechend gedeckter aber voller Wirkung dieses im Hochgebirge besonderen Naturschauspiels. Verschiedene Erd- und Brauntöne ergeben ruhige Harmonien, der Natur entsprechend, diese aber nicht bloß abbildend sondern schildernd. Die Standpunkte sind dort gewählt wo der Mensch stehen kann, nicht fiktiv oder aus der Luft, auch wenn diese Standpunkte manchmal nur mit körperlicher und geistiger Mühe zu erreichen sind. Nie sind die Bilder von da gemalt wo die Massen stehen. Auch wenn sie für die meisten Menschen verständlich sind, werden sie nur von wenigen so gesehen. Werden und Vergehen der Natur erscheinen auf den Bildern selbstverständlich, wohl reflektiert, aber nicht forciert. Menschen aus verschiedenen Ländern werden mit relativ wenigen Pinselstrichen skizziert, es wird niemand aus Gefälligkeit gemalt, wichtig sind die grundlegenden Wesenszüge und das für den Einzelnen Charakteristische. ______________________________________________________________________________ | ||